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Sticks interview with Christoph

Information

Date: July 27, 2001
Source: Sticks
Interviewed: Christoph
Translation: English

Interview

Kaum eine andere Band wurde in den letzten Jahren so kontrovers diskutiert wie Rammstein, aber auch kaum eine andere deutsche Band hat in einer so kurzen Zeit internationales Renommee erlangt. Seit der Bandgründung 1994 folgten in schöner Regelmäßigkeit den jeweiligen Platten- und Videoproduktionen entsprechende Tourneen, welche die Band um den gesamten Globus führten. Der Erfolg drückt sich nicht nur in sehr hohen weltweiten Plattenverkaufszahlen sowie dem immensen Zuschauerzuspruch aus, viele Auszeichnungen wie z.B. der 1998 verliehene European MTV Award und die Grammy-Nominierung in der Sparte "Best Metal Performance" im Jahre 1999 zeigen, dass auch die Musikfachwelt entsprechend beeindruckt von dieser Band ist.
Rammstein ist zudem auch als Gesamtkunstwerk zu betrachten, wie auch die perfekten Inszenierungen der Musik sowohl in der Live-Performance als auch in den Videos zeigen.
Drummer Christoph Schneider prägt durch seine Persönlichkeit und sein spezielles Schlagzeugspiel entscheidend den besonderen Stil von Rammstein. In der Dortmunder Westfalenhalle trafen wir Christoph, der bereitwillig und zuvorkommend seine Sichtweisen zum Thema Schlagzeug und der Rolle des Drummers im Gesamtkunstwerk Rammstein darlegte.

Sticks:Was hat dich dazu bewegt, Schlagzeuger zu werden? Schneider:"Meine Eltern übten beide musikalische Berufe aus und hielten mich für unmusikalisch, weil ich nun mal nicht besonders gut singen kann. Ich sollte eigentlich Trompeter werden, das hätten sie gerne gesehen, aber die Schlagzeug-Abteilung des Orchesters fand ich viel cooler. Dann habe ich ja auch angefangen Rockmusik zu hören, und dann habe ich für mich beschlossen, dass ich Drummer werden muss.
Mit Freunden hatten wir dann zu Schulzeiten halt Bands gegründet und einfach gespielt, und endlich besaß ich dann auch ein komplettes Drumset, dass ich mir gegen Ende der Schulzeit von erspartem Geld gekauft habe. Das Set war natürlich nicht gerade topmodern, also im Vergleich zu den Instrumenten, die man heute so bekommt in ziemlich schlechtem Zustand, aber das war egal. Es gab nichts anderes und ich konnte immerhin damit spielen. Das hatte noch nicht einmal die Qualität von einem Takton-Set, das Ding fiel halt häufiger auseinander und es war immer gut, einen Schweißer zu kennen, denn die Hardware stellte echt ein Problem dar.

Sticks:Welche Drummer haben dich beeinflusst? Schneider:"Phil Rudd von AC/DC, das ist für mich echt cooles Drumming. Er war schon zu meiner Anfangszeit Zeit eines meiner Vorbilder. Später dann natürlich auch das ganze "Neue Deutsche Welle"- und das "New Wave"-Zeugs, also so Bands wie z.B. Ministry. Irgendwie hat mich dieses Heavy- und Düster-Zeug doch stark beeinflusst, und dann hatte ja auch Techno einen gewissen Einfluss. Vor zehn Jahren stand ich total auf Pantera, die Platte "Vulgar Display Of Power" war bei mir im Autoradio eingeschweißt! (lacht) Vinnie Paul spielt auf der Scheibe richtig gut. Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers ist auch ein sehr guter und vielseitiger Drummer. Aktuell finde ich John Otto von Limp Bizkit gut, wir hatten ja auch 1998 in den USA ein paar Gigs zusammen.

Sticks:Wolltest Du schon immer aus deinem Hobby einen Beruf machen? Schneider:"Wie meine Karriere als Trommler in der DDR aussehen sollte, konnte ich mir nicht genau vorstellen. Es gab aber die staatlich organisierten Bands, und ich dachte denen geht es finanziell gut und die fahren auch in den Westen. (lacht) Das wäre dann schon so mein Ding gewesen. Aber die durften ja auch nur spielen, wenn sie eine richtige Ausbildung nachweisen konnten. Nach der Zeit in der Armee habe ich mich dann bei der Musikhochschule beworben, denn ich wollte schon richtig Schlagzeugspielen lernen. Ich habe als Vorbereitung bei Studenten, die schon an der Hochschule studierten, privaten Unterricht genommen, denn ich war ja ernsthaft an der Geschichte interessiert. Auch war ich in dem Glauben, dass man Rudiments und all diese Jazz-Schulen können müsse. Bei der ersten Aufnahmeprüfung musste ich dann auch schon etwas schwierigere Sachen spielen. Vielleicht hätten sie mich auch aufgenommen, aber meine Kenntnisse in den Bereichen Gehörbildung usw. waren dafür nicht ausreichend. Ich habe es dann ein Jahr später noch mal probiert, wurde dann aber wieder abgelehnt. Mein Vater wollte mich auch in dieser Hinsicht nicht unterstützen und dafür bin ich ihm heute dankbar, denn so musste ich andere Wege gehen.
Ich wollte unbedingt Schlagzeuger werden und dachte, wenn ich das halt nicht richtig lernen kann, mache ich halt so weiter wie bisher und eigne mir die relevanten Sachen selber an. Mir wurde dann auch klar, dass es eben zwei verschiedene Wege gibt, eben den, das Instrument in einer qualifizierten Ausbildung zu erlernen und dann auch den autodidaktischen..."

Equipment

Drums: Tama Starclassic Maple Sonderlackierung in Weiß

  • 8-inch x 8-inch Tom, 10-inch x 9-inch Tom
  • 14-inch x 14-inch Floor-Tom, 16-inch x 16-inch Floor-Tom
  • 24-inch x 18-inch Bassdrum

Snaredrums:

  • 14-inch x 6-inch Tama Signature Palette Series, Bill
  • Bruford Model (2 Stück, eine davon als Reserve)
  • 8-inch x 5-inch Rocket Shells
  • 10-inch x 2-inch Sonor Jungle Snaredrum
  • 10-inch x 5,5-inch Tama Powermetal Steel Shell Soprano

Cymbals: Meinl

  • "One of a kind"-Serie (Prototypen)
  • 14-inch Hi-Hat, 14-inch Hi-Hat (X-Hat), 17-inch Crash, 18-inch Crash, 20-inch Ride, 20-inch China (2 Stück)

Felle: Evans und Remo

Haupt-Snaredrum:

  • Top: Remo Falams II K (white)
  • Bottom: Remo Ambassador, snare

Add-on-Snaredrums:

  • Top: Evans Genera G1
  • Bottom: Remo Ambassador, snare oder Evans 300

Bassdrum:

  • Schlagfell: Evans EQ 4
  • Front-Fell: Evans Genera Ebony

Toms:

  • Top: Evans Genera G1 coated
  • Bottom: Evans Genera G1 clear

Hardware: Tama

  • inklusive Lever Glide Hi-Hat-Maschine und Iron Cobra Double-Bassdrum-Pedal mit Felt-Beater

Sticks: Pro Mark 2S

Electronics:

  • ddrum3
  • Alesis D4
  • zwei dreieckige Roland Pads, 1 PD-9

Monitor:

  • Shure P4M Personal Monitor Mixer
  • Shure PSM 400 und PSM 600 UHF Wireless-Systeme
  • Shure E5 Ohrhörer
  • 2 Turbosound Wedges (2 x 15-inch Speaker und 2-inch Horn) plus zusätzlicher Sub-Woofer

In Ear Spare-System:

  • Rane 19-inch 1HE Mixer
  • Lake People Headphone-Amp

Mikrofone:

  • Bassdrum: Shure Beta 52
  • Haupt-Snaredrum:
  • Top: Shure SM 57
  • Bottom: Shure Beta 98
  • Add-on-Snaredrums: Shure SM 57
  • Toms: Shure Beta 98
  • Floor-Toms: Sennheiser MD521
  • Hi-Hats: AKG C535 EB
  • Overheads: AKG C414
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